Ölbrennwertkessel
Der Buderus GB 125 Ölbrennwertkessel
Erhältlich ist der Ölbrennwertkessel in den Leistungsgrößen 18, 22, 30 und 35 kW.
Millionenfach bewährter Guss-Kesselblock mit einem innovativen Edelstahl-Brennwertwärmetauscher
Serienmäßig für raumluftunabhängige Betriebsweise vorbereitet
Moderner, robuster Öl-Blaubrenner für schadstoffarme Betriebsweise
Unit-Ausführung (fertig montierte Einheit) bestehend aus Kessel, Ölbrenner und Regelsystem, wahlweise kombinierbar mit Warmwasser-Speicher
Gleitende - d. h. dem Wärmebedarf angepasste - Betriebsweise ohne untere Temperaturbegrenzung
![[Keine Beschreibung eingegeben]](/files/ohne_brennwerttechnik.jpg)
![[Keine Beschreibung eingegeben]](/files/mit_brennwerttechnik.jpg)
Nach wie vor werden alle Wirkungs- bzw. Nutzungsgradangaben von Heizkesseln in Deutschland auf den Heizwert (Hi) bezogen. Bei dieser Betrachtungsweise wird jedoch der Energiegehalt des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes nicht berücksichtigt. Ursprung dieser Festlegung war, dass bei konventionellen Kesseln der Wasserdampf wegen der Korrosionsgefahr nicht kondensieren durfte. Nur die Wärmemenge ohne Wasserdampfanteil war nutzbar und bildete daher die Basis für die Berechnung von Wirkungs- bzw. Nutzungsgraden.
Bei Brennwertanlagen führt diese Betrachtungsweise zu physikalisch unsinnigen Angaben von über 100 Prozent. Diese Anlagen sind so konstruiert, dass sie die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Wärmemenge durch Kondensation zusätzlich erschließen. Die nutzbare Wärmemenge erhöht sich theoretisch bei Heizöl EL um ca. 6 Prozent und bei Erdgas um ca. 11 Prozent. Das hat rechnerische Wirkungs- bzw. Nutzungsgrade von über 100 Prozent bezogen auf den Heizwert zur Folge.
So werden Brennwertgeräten vor allem in der Produktwerbung Normnutzungsgrade von bis zu 106 Prozent bei Heizöl EL und bis zu 111 Prozent bei Erdgas zugeschrieben. Daraus jedoch zu schließen, die Brennwertnutzung mit Erdgas ist effizienter als die auf Heizölbasis, ist falsch. Bezieht man die Energieausnutzung nämlich technisch richtig auf den gesamten Energieinhalt eines Brennstoffes, also auf den Brennwert (Hs), zeigt sich, dass Gas- und Öl-Brennwerttechnik keine Effizienzunterschiede aufweisen. Richtig ist vielmehr, dass ein Gas-Niedertemperatur- oder -Standardkessel höhere Verluste aufweist als jeweils vergleichbare Öl-Kessel, da die bei diesen Geräten Prinzip bedingt nicht nutzbare Kondensationswärme beim Energieträger Erdgas entsprechend größer ist. Im Sinne einer auch für End-verbraucher verständlichen Kommunikation sollten Wirkungs- und Nutzungsgrade nur noch auf den Brennwert bezogen werden.
Sowohl gas- als auch ölbetriebene Brennwertkessel nutzen den Brennstoff theoretisch zu maximal 100 Prozent aus, unter Berücksichtigung der nicht zu vermeidenden Oberflächen-, Auskühlungs- und Abgasverluste in der Praxis jedoch jeweils bis zu 96 Prozent. Gas- und Öl-Brennwertkessel weisen also einen gleichen Wirkungsgrad auf.
Die Abgasführung
Die Abgase von Öl-Brennwertanlagen müssen über ein feuchteunempfindliches, korrosionsbeständiges und druckdichtes Abgassystem ins Freie geführt werden. Die Hersteller von Öl-Brennwertanlagen bieten üblicherweise die gemeinsam mit ihrem Produkt zugelassenen Abgassysteme an. Bestehende Schornsteine können z. B. durch das Einbringen von Abgasleitungen aus Kunststoff für eine neue Öl-Brennwertanlage angepasst werden.
Kondensat
In der Praxis kann je nach Anlagensystem von ca. 0,5 Liter Kondenswasseranfall je Liter Heizöl im Jahresmittel ausgegangen werden. Das anfallende Kondensat wird in das öffentliche Abwassersystem eingeleitet. Welche Randbedingungen dabei beachtet werden müssen, können Sie hier nachlesen