Funktionsweise einer Pelletsheizung

Pellets sind zylindrische Röllchen, die aus gepressten Holzspänen und Sägemehl bestehen. Das Rohmaterial für die Herstellung der Pellets ist
unbehandeltes trockenes Rohholz. Dabei ist Holz verschiedener Arten nutzbar. Dieses wird regelmäßig aus Sägewerken und der holzverarbeitenden Industrie bezogen, wo es als Abfallprodukt immer wieder anfällt. Das Rohholz wird ohne Zugabe von Leimen oder anderen Zusatzstoffen unter sehr hohem Druck in die Zylinderform gepresst. Die Pellets selbst sind 10-30 Millimeter lang und haben einen Durchmesser von 6-8 Millimetern.
Die Pellets erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 95% und erreichen einen Brennwert von 4,9 Kilowattstunden auf ein Kilo Pellets.

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Der Einsatz von Pellets ist für Einzelöfen, z.B. mit Heizeinsätzen oder in Kaminöfen, oder für Zentralheizanlagen möglich.
Diese können sowohl als halbautomatische Kompaktanlage, die per Hand befüllt wird, oder als vollautomatische Pelletanlage betrieben werden. Die Förderanlagen gibt es als Schneckenfördersysteme, die Strecken bis zu 5 Metern überbrücken. Für größere Distanzen sind Sauggebläse verfügbar, die zwar lauter sind, aber Distanzen bis 20 Meter meistern.
Zudem sind solche Anlagen mit Warmwasserspeichern kombinierbar und damit in Verbindung mit Solaranlagen einsetzbar.

Die Verbrennungssysteme können dabei durch ein Unterschubfeuerungssystem funktionieren, wobei die Pellets von unten in die Brennschale befördert werden. Außerdem kommen Heizsysteme zum Einsatz, die über einen Abwurfschacht über dem Brennraum verfügen, so dass die Pellets von oben fertig dosiert eingeworfen werden. Schließlich gibt es Heizanlagen die mit Hilfe von Sturzbrandfeuerungssystemen betrieben werden. Dabei fällt das Heizmaterial von oben auf einen Verbrennungsrost und brennt nach unten durch.

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Der Verbrauch an Holzpellets liegt für ein Einfamilienhaus bei ca. 5 Tonnen im Jahr. Die dabei anfallende Asche ist vergleichsweise gering und liegt pro Tonne bei unter 5 kg. Da die Asche völlig unbedenklich ist, kann sie entweder direkt mit dem Hausmüll entsorgt oder als hervorragender Dünger im Garten Verwendung finden.

Das Heizen mit Pellets wird nicht nur durch Fördermittel beim Einbau solcher Anlagen durch staatliche Zuschüsse unterstützt, sondern auch durch den ermäßigten Steuersatz von 7% beim Kauf des Brennmaterials.
Die Fördermittelanträge müssen vor dem Abschluss eines Einbauvertrages gestellt sein.

Die Vorteile von Pelletheizungen liegen auf der Hand: Erstens ist die CO2 neutrale Verbrennung zu nennen. Zum zweiten gehören in diese Aufzählung natürlich die ökonomischen Vorteile für den Benutzer, denn die Holzpellets sind seit Jahren günstiger als konventionelle Heizmaterialien wie Öl, Gas oder Strom.
Zusätzlich stehen die Holzpellets für ein ausgesprochenes niedriges Transportrisiko, d.h. Havarien durch die die Umwelt nachhaltig geschädigt wird, gibt es mit den Heizpellets nicht.
Positiv muss auch die Tatsache bewertet werden, dass der Holzbedarf fast vollständig aus regionaler Produktion und einheimischen Beständen gedeckt werden kann. Damit sind Nutzer auch komplett unabhängig von der Ölpreisentwicklung auf den Weltmärkten.

Neben diesen Vorteilen sind die Nachteile als marginal zu bezeichnen, denn die Anschaffungskosten einer solchen Heizanlage liegen geringfügig höher als für konventionelle Heizsysteme. Zum anderen muss für die Lagerung des Brennstoffes etwa doppelt so viel Platz wie für Heizöl eingerechnet werden. Bisher gibt es keine baulichen Auflagen für die Einlagerung der Heizpellets.